Satire-Partei für Mauerbau

Rund 200 Demonstranten haben am Samstag den Wiederaufbau der Mauer gefordert. Mit Rufen wie „Mauerbau – das war schlau“ bekräftigten die zumeist jugendlichen Protestierer ihr satirisches Anliegen. Sie marschierten unter dem Motto „Wider die Einheitsheuchelei“ von der Siegessäule zum Brandenburger Tor und entrollten eine Papiermauer. Zu dem Demonstrationszug hatte die vom Satiremagazin Titanic gegründete „Partei“ aufgerufen. Die Mauer solle aus den Trümmern der Dresdner Frauenkirche entstehen, deren Abriss Titanic-Chefredakteur und „Partei“-Vorsitzender Martin Sonneborn forderte. Kurzzeitige Verwirrung bei der Polizei löste ein zweiter Zug aus, der den Demonstranten aus östlicher Richtung entgegenkam. Die Gruppe forderte ebenfalls den Mauerbau – reklamierte aber Kreuzberg für den Ostteil Berlins. Schließlich stürmten die Gruppen aufeinander zu und vereinigten sich zu einem Zug. DPA